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Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler
Johann Wolfgang von Goethe

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La Palma News am 19.08.2024

La Palma 24 | 20.08.2024 | 0 | Diesen Artikel teilen
Skulptur im Kreisverkehr von Los Llanos de Aridane
© Michael Nguyen

+++ Minister Puente würdigt neue Küstenstraße: 'Ein beispielloses Bauprojekt auf heißer Lava' +++ Die Raupenplage in Fuencaliente ist die schwerwiegendste der letzten Jahrzehnte +++ Betroffene des Tajogaite teilen „Erfahrungen und Resilienz“ mit den Studierenden von ‚Ruta Siete‘ +++ Starker Konsum auf den Kanaren – Onlinehandel wächst deutlich schneller als stationärer Handel +++ Calima und ungewöhnliche Stürme aus Afrika bedrohen die Kanarischen Inseln +++

Minister Puente würdigt neue Küstenstraße: 'Ein beispielloses Bauprojekt auf heißer Lava'

Die Brücke der neuen Küstenstraße während der Bauarbeiten – ein Teil des Projekts zur Wiederherstellung der Verkehrsverbindungen auf La Palma. © Michael Nguyen


Am Montag besuchte der spanische Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, Óscar Puente, die Insel La Palma, um die Küstenstraße zu besichtigen, die auf dem Lavastrom des Vulkans Tajogaite gebaut wurde. Puente unterzeichnete gemeinsam mit dem Präsidenten der Kanarischen Regierung, Fernando Clavijo, ein Abkommen, das die Übergabe der neuen Straße zwischen Puerto Naos und Tazacorte an die autonome Gemeinschaft besiegelt.

Calima an diesem Montag auf La Palma, auch am Viadukt "Cumbre Vieja" entlang der Küstenstraße ist es diesig
© Heidrun Schumann

Der Minister lobte das Bauprojekt als weltweit einzigartig, da die Straße auf heißer Lava errichtet wurde, um die Mobilität nach der Naturkatastrophe wiederherzustellen. Puente betonte, dass dies eine außergewöhnliche Ingenieurleistung war, bei der mehr als 60 % der 3,9 Kilometer langen Straße von Tazacorte nach Puerto Naos über eine 12 Meter dicke Lavaschicht führen. Diese Herausforderung wurde in nur 14 Monaten bewältigt – eine Leistung, die weltweit ihresgleichen sucht.

Zusätzlich zu den bereits investierten 36,5 Millionen Euro wird das Ministerium weitere 4,5 Millionen Euro für Entschädigungen bereitstellen. Der Wiederaufbauprozess auf La Palma bleibt eine gemeinsame Anstrengung aller beteiligten Institutionen, um die tägliche Erreichbarkeit der Insel zu sichern und die von der Lava betroffenen Gebiete wiederherzustellen.

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Die Raupenplage in Fuencaliente ist die schwerwiegendste der letzten Jahrzehnte

Blick auf die von Raupen befallenen Kiefern am Fußballplatz von Fuencaliente
© Michael Nguyen

Am 24.10.2023 berichteten wir in unserem Journal, dass Umweltbeamte auf La Palma über mehrere Wochen hinweg das Gebiet rund um den Montaña Enrique in El Paso überwacht haben. Der Anlass war die massenhafte Vermehrung der Raupen des Nachtfalters ‘lagarta canaria del pino’ (Calliteara fortunata), die dort erhebliche Schäden an den Kiefernwäldern verursachten. Mittlerweile hat sich der Montaña Enrique erholt, und die betroffenen Kiefern beginnen, sich wieder zu regenerieren.

Allerdings hat sich die Kanarische Kiefernraupe, eine endemische Art der Kanarischen Inseln, weiter bis in den Süden von La Palma ausgebreitet und sorgt derzeit in Fuencaliente für große Besorgnis. Die Raupe befällt weiterhin die Kiefern, indem sie sich von deren Nadeln ernährt und die Knospen durchbohrt, was viele Bäume austrocknen lässt.

Blick auf die von Raupen befallenen Kiefern am Fußballplatz von Fuencaliente
© Michael Nguyen

Obwohl der Schaden meist vorübergehend ist und sich die betroffenen Bäume in der Regel erholen, sind junge oder bereits geschwächte Exemplare gefährdet, dauerhaft abzusterben. Diese Plage, die als eine der umfangreichsten und langanhaltendsten der letzten Jahrzehnte gilt, führte dazu, dass die „Fiesta del Pino de la Virgen“ in Fuencaliente abgesagt wurde, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Der Kontakt mit der Raupe kann bei Menschen Hautirritationen und allergische Reaktionen auslösen, weshalb besonders gefährdete Personen sowie Haustiere die betroffenen Wälder meiden sollten.

Fuencaliente/ Los Canarios
© Michael Nguyen

Die Situation in Fuencaliente bleibt ernst. Die Bekämpfung der Plage ist von großer Bedeutung, und Experten betonen die Wichtigkeit eines ausgewogenen Ökosystems, um solche Raupenplagen langfristig zu kontrollieren.

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Relojeria/ Tabaqueria La Palma
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Betroffene des Tajogaite teilen „Erfahrungen und Resilienz“ mit den Studierenden von ‚Ruta Siete‘

Vulkan Tajogaite / Archiv
© Michael Nguyen

Die zehnte Ausgabe der „transformierenden Reise Ruta Siete ULPGC“, organisiert von der Universität Las Palmas de Gran Canaria, hat erfolgreich ihre Aktivitäten auf La Palma abgeschlossen. 45 Studierende aus 24 Universitäten, darunter auch internationale Teilnehmer aus Deutschland, Kolumbien und Russland, führten über fünf Wochen hinweg soziale, kulturelle und umweltbezogene Projekte durch, die im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen stehen. Diese Ziele, wie der Schutz der Umwelt und die Förderung von Bildung, spiegeln sich in den durchgeführten Projekten wider.

Auf La Palma engagierten sie sich in diversen Projekten, wie der Förderung von Lernen und Gemeinschaft bei einer Schnitzeljagd in Los Llanos de Aridane, einer lehrreichen Wanderung zur Erkundung der Biodiversität in Puntallana, und sie besuchten das von der Vulkankatastrophe betroffene Gebiet, um die Resilienz der Betroffenen zu teilen. Außerdem unterstützten sie die Beseitigung der invasiven Pflanze „rabo de gato“ auf der Montaña de los Valentines und leisteten so einen Beitrag zum Erhalt der lokalen Biodiversität.

Rabo de Gato-Ausrottungsaktion
© Cabildo

Die „Ruta Siete ULPGC“ bietet den Teilnehmern eine tiefgreifende persönliche Entwicklung und fördert Fähigkeiten wie Teamarbeit, Führung und soziale Verantwortung. Der nächste Stopp der Reise wird ab heute La Gomera sein, wo weitere Aktivitäten geplant sind. Unterstützt wird die Initiative von Partnern wie BBVA, Global, Naturgy, Radio Televisión Canaria und Toyota Canarias.

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Starker Konsum auf den Kanaren – Onlinehandel wächst deutlich schneller als stationärer Handel

Einkaufszentrum Trocadero in Los Llanos de Aridane - der stationäre Handel bleibt hinter dem Wachstum des Onlinehandels zurück.
© Heidrun Schumann

Der Konsum auf den Kanarischen Inseln blieb zum Ende des zweiten Halbjahres stark und wuchs um rund 5 %, was über dem nationalen Durchschnitt lag. Allerdings entwickelte sich der Onlinehandel deutlich dynamischer als der stationäre Handel. Im Juli stieg der E-Commerce auf den Inseln um 14,2 %, während der stationäre Konsum nur um 2,2 % zunahm. Diese Tendenz setzte sich auch im bisherigen Jahr 2024 fort, wobei der Onlinehandel in den Monaten März und Juni stark zulegte, während der stationäre Handel Rückgänge verzeichnete.

Das stärkste Wachstum im E-Commerce gab es im Bereich der Grundbedarfsprodukte wie Lebensmittel und Getränke, Hygiene- und Pflegeprodukte und Haushaltswaren, gefolgt von den Bereichen Freizeit, Gastronomie und Einzelhandel, während einzig die Kategorie Transport und Tankstellen einen Rückgang aufwies.

Der stationäre Handel bleibt hinter dem Wachstum des Onlinehandels zurück.
Archiv © Heidrun Schumann

Der Konsum auf den Kanarischen Inseln wird stark durch den ausländischen Tourismus angetrieben. Laut CaixaBank stiegen die Ausgaben mit ausländischen Kreditkarten im Juli um 18,3 %. Der Tourismussektor bleibt der Hauptmotor der kanarischen Wirtschaft, was von der Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife hervorgehoben wird. Prognosen gehen davon aus, dass die Kanarischen Inseln dank des Tourismus in diesem Jahr die am stärksten wachsende Region Spaniens sein werden.

Trotz des positiven Trends warnt die Handelskammer davor, dass dieses Wachstum nicht unendlich fortgesetzt werden kann. Sie fordert Maßnahmen zur Förderung von Investitionen, wie die Vereinfachung bürokratischer Prozesse und den besseren Zugang zu Finanzierungen. Gleichzeitig bereiten der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, hohe Fehlzeiten und Defizite in der Ausbildung den Unternehmen zunehmend Sorgen.

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Calima und ungewöhnliche Stürme aus Afrika bedrohen die Kanarischen Inseln

Die staatliche Wetteragentur (AEMET) hat aufgrund der Wetterlage Warnungen vor extremer Hitze, Windböen und Calima ausgesprochen.
© Michael Nguyen

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine Wetterwarnung bis zum 21. August herausgegeben. Erwartet werden starke Winde, hohe Temperaturen, Calima und mögliche Gewitter aus Afrika. Besonders betroffen sind die östlichen und zentralen Inseln, während La Palma, El Hierro und La Gomera voraussichtlich verschont bleiben.

Die staatliche Wetteragentur (AEMET) hat aufgrund der Wetterlage Warnungen vor extremer Hitze, Windböen und Calima ausgesprochen. Ab Sonntag breitet sich das Calima von Osten nach Westen aus und könnte am Montag in höheren Lagen die Sicht beeinträchtigen. Zudem besteht die Gefahr von Gewittern mit Blitzen sowie vereinzelten, staubbeladenen Regenschauern. Starke Windböen und seltene Mikro-Fallwinde, die zu plötzlichen Temperaturanstiegen und heftigen Winden führen, sind ebenfalls möglich.

Zudem besteht die Gefahr von Gewittern mit Blitzen sowie vereinzelten, staubbeladenen Regenschauern.
© Michael Nguyen

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Selbstschutzempfehlungen der Regierung zu beachten, die über die bekannten Kanäle und auf der Website der Regierung unter www.gobiernodecanarias.org/emergencias/consejos/ zugänglich sind.

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Von La Palma 24

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