+++ Finanzministerium überweist 100 Millionen Euro an die Kanarischen Inseln zur Bewältigung der Migrationskrise +++ Astrophysikerin Jocelyn Bell erhält ihre Sternenplakette im Paseo de las Estrellas de la Ciencia beim AstroFest La Palma +++ 600 hospitalisierte Patienten mit Entlassung erschweren die Wartelisten und führen zu überfüllten Notaufnahmen auf den Kanaren +++ Ministerium für Ökologischen Wandel organisiert Schulungen zum Mandelanbau +++ Villa de Mazo öffnet die Antragsfrist für Zuschüsse zur Installation von Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch +++
Finanzministerium überweist 100 Millionen Euro an die Kanarischen Inseln zur Bewältigung der Migrationskrise
Das spanische Finanzministerium wird den Kanarischen Inseln kurzfristig 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Belastungen der Sozialdienste durch die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Migranten zu bewältigen. Dies kündigte der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, nach einem Treffen am gestrigen Nachmittag mit der Finanzministerin María Jesús Montero an. Die Mittel sollen bis Ende November überwiesen werden, und je nach Bedarf könnten im Dezember zusätzliche Verhandlungen über weitere Gelder stattfinden.
Clavijo bezeichnete die Vereinbarung als „sehr positiv“ und betonte, dass die Mittel dringend benötigt werden, um die aktuelle Situation zu stabilisieren. Zusätzlich hob er hervor, dass es wichtig sei, langfristige strukturelle Lösungen für das Migrationsproblem zu finden, da die Lage in Afrika weiterhin schwierig ist und sich sogar verschärfe.
In diesem Zusammenhang drängte er auf gesetzliche Änderungen, um eine nachhaltige Lösung zu schaffen, betonte aber gleichzeitig, dass die sofortige Unterstützung der betroffenen Menschen Vorrang habe. Abschließend unterstrich Clavijo, dass die Kanarische Regierung bereit sei, weiter zu verhandeln, um die regionalen Interessen im Rahmen des spanischen Staatshaushalts zu wahren.
Astrophysikerin Jocelyn Bell erhält ihre Sternenplakette im Paseo de las Estrellas de la Ciencia beim AstroFest La Palma
Das Cabildo von La Palma stärkt durch das AstroFest La Palma 2024 seine Bemühungen zur Förderung der Astronomie und des Astrotourismus. Seit der Präsentation im Juni bietet das Festival eine Vielzahl an Aktivitäten, darunter Vorträge, Workshops, Sternenbeobachtungen, Monologe und Konzerte, mit dem Ziel, Astronomie für alle zugänglich zu machen und La Palma als erstklassiges Reiseziel für Astrotouristen zu etablieren.
Ein Highlight der Woche ist der Besuch von Jocelyn Bell, der Entdeckerin des ersten Pulsars, einem schnell rotierenden Stern, der regelmäßige Strahlung aussendet – eine bedeutende Leistung in der Astronomie, die am 24. Oktober mit einer Sternennachbildung im ‚Paseo de las Estrellas de la Ciencia‘ geehrt wird.
Zudem findet am 25. Oktober die Show „Monólogos entre Estrellas“ statt, die Wissenschaft und Humor vereint. Den Abschluss bildet am 26. Oktober das Event „Schalte das Licht aus, zünde die Sterne an“ in El Paso, bei dem Livemusik und eine Sternenbeobachtung unter einem der klarsten Himmel der Welt geboten werden. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website des Festivals verfügbar: www.astrofestlapalma.es.
600 hospitalisierte Patienten mit Entlassung erschweren die Wartelisten und führen zu überfüllten Notaufnahmen auf den Kanaren
Rund 600 Menschen, die als entlassungsfähig gelten, verbleiben in den Krankenhäusern von Teneriffa und Gran Canaria, da ihnen die nötige Betreuung fehlt. Dies führt zu einer Überlastung der Stationen und Notaufnahmen, wie die Gewerkschaft Asamblea7Islas kritisiert. Besonders betroffen sind die Krankenhäuser auf Teneriffa, mit 360 Patienten in dieser Situation, darunter 235 im Hospital La Candelaria und 133 im Hospital Universitario de Canarias. Auch das Hospital Doctor Negrín auf Gran Canaria ist betroffen, mit 128 Patienten, von denen 30 in der Notaufnahme untergebracht sind.
Auf La Palma ist die Lage in den Krankenhäusern ähnlich angespannt wie auf den anderen Kanarischen Inseln. Aufgrund fehlender sozialer und pflegerischer Ressourcen bleiben viele ältere Menschen, obwohl sie medizinisch entlassen sind, weiterhin im Krankenhaus. Laut aktuellen Berichten aus dem Jahr 2024 sind im Hospital Universitario de La Palma 57 Betten von sogenannten „sozialmedizinischen Patienten“ belegt, die das Krankenhaus nicht verlassen können, da es an Pflegeplätzen und Unterbringungsmöglichkeiten fehlt.
Die Situation wurde durch die Folgen des Vulkanausbruchs des Tajogaite weiter verschärft, da viele Menschen ihr Zuhause verloren haben und es an Pflegeeinrichtungen für ältere und pflegebedürftige Menschen mangelt. Dies führt dazu, dass dringend benötigte Krankenhausbetten blockiert werden, was auch geplante Operationen verzögert.
Das Gesundheitsministerium der Kanaren bestätigt, dass die Überlastung durch diese Patienten ein anhaltendes Problem darstellt, da die nötigen Plätze in Pflegeheimen oder anderen Betreuungseinrichtungen nicht schnell genug bereitgestellt werden können. Der stellvertretende Minister für Sozialwesen der Kanarischen Regierung, Francis Candil, erklärte, dass die Abhängigkeits-Teams die Krankenhäuser besuchen, um die individuellen Fälle zu bewerten. Dabei handelt es sich oft um Menschen in extremer Notlage oder um Fälle, in denen Familien ihre Angehörigen im Krankenhaus zurücklassen weil sie keine Möglichkeit sehen diese zu pflegen.
Zur Vorbereitung auf den Winter planen die kanarischen Krankenhäuser zusätzliche Maßnahmen, um den Anstieg von Covid- und Grippefällen bewältigen zu können.
Ministerium für Ökologischen Wandel organisiert Schulungen zum Mandelanbau
Das Ministerium für Ökologischen Wandel und Energie der kanarischen Regierung führt auf La Palma Schulungen im Rahmen eines Projekts zur Förderung der Agroforstwirtschaft durch, das sich zunächst auf den Mandelanbau konzentriert. Ziel ist es, in agronomischer Bewirtschaftung, Genossenschaftswesen und Landnutzung die Widerstandsfähigkeit gegenüber Waldbränden in der Übergangszone zwischen Stadt und Wald zu stärken.
Sie richten sich an Landwirte, Auszubildende und landwirtschaftliche Institutionen und umfassen drei Veranstaltungen von Ende Oktober bis Ende November sowie praktische Workshops zu Baumschnitt und Veredelung im Januar.
Diese Initiative wird in Zusammenarbeit mit der Mandelvereinigung Gran Canaria und der Agrarschule Los Llanos organisiert, um die Produktion und Pflege der Mandelplantagen zu optimieren und die Nutzung landwirtschaftlicher Ressourcen zu verbessern.
Villa de Mazo öffnet die Antragsfrist für Zuschüsse zur Installation von Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch
Das Ayuntamiento von Villa de Mazo hat die Einführung von Zuschüssen zur Installation von Photovoltaik-Anlagen beschlossen, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Mit einem Budget von 70.000 Euro zielt die Initiative darauf ab, den Einsatz von Solarenergie in Wohngebäuden, sowohl in Haupt- als auch in Zweitwohnsitzen, zu unterstützen. Der Bürgermeister, Idafe Hernández Rodríguez, betonte, dass diese Maßnahme einen wichtigen Schritt in Richtung Energiewende und Nachhaltigkeit darstellt, da sie den Bürgern hilft, ihre Stromkosten zu senken und ihren CO2-Ausstoß zu verringern.
Die Förderung richtet sich an Hauseigentümer, die Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kW installieren möchten. Voraussetzung ist die Erfüllung steuerlicher Pflichten gegenüber den Behörden. Die Antragsfrist beginnt einen Tag nach der Veröffentlichung der Ausschreibung im Amtsblatt und läuft über 15 Arbeitstage. Weitere Informationen sind im Ayuntamiento von Villa de Mazo und auf der offiziellen Website erhältlich.
Von La Palma 24